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Nutzergruppen

Jeder Mensch ist anders. Jedes Handicap ist anders. Stellen wir uns dieser Herausforderung.

Blinde Menschen nutzen weder die Maus noch den Bildschirm in dem Sinne, wie wir das kennen. Sie lassen sich Inhalte und Befehle vorlesen oder in Braille-Schrift umwandeln. Sie benötigen die Informationen in akustischer oder taktiler Form.

Das heißt: Blinde Menschen sind zwingend auf assistive Technologien, in dem Fall Screenreader, angewiesen. Ein Screenreader ist eine Vorlese-Software, die sämtliche visuelle Inhalte nicht-visuell wiedergibt. Daher ist es enorm wichtig, dass für jegliche rein-visuelle Inhalte Alternativen angeboten werden. So muss ein Bild beispielsweise über einen es beschreibenden Text verfügen, ein Video benötigt eine es beschreibende Transkript-Datei. Websiten müssen über die Tastatur vollumfänglich bedienbar sein.

Verbreitet ist die kostenpflichtige Software JAWS oder auch der kostenfreie Screenreader NVDA.

Sehbehinderte sehen oftmals weniger als 30 Prozent. Sie brauchen einen einstellbaren Zoom, eine Bildschirmlupe und gute Kontraste.

Für gehörlose Menschen oder Menschen mit einer Hörbehinderung ist es wichtig, dass rein auditive Inhalte auch visuell angeboten werden. So muss ein Video über einen Untertitel verfügen, der die im Video gesprochenen Inhalte wiedergibt. Für reine Audio-Dateien sind Text-Alternativen anzubieten, die es ermöglichen Zugang zu den vermittelten Inhalten zu bekommen.

Gehörlose Menschen haben nie jemanden sprechen gehört. Die Gebärdensprache ist in ihrer Grammatik und in ihrem Aufbau anders als die Sprechsprache. Gehörlose brauchen deshalb einfach verständliche Texte und Gebärdensprachvideos.

YouTube bietet bei dort hochgeladenen Videos die Möglichkeit an, Untertitel reinzuladen und diese auch in mehreren Sprachen bereitzustellen. Untertiteldateien sollten immer manuell angelegt oder mindestens überprüft werden, da die von YouTube automatisch generierten Untertitel in deutscher Sprache in der Regel nicht unbearbeitet übernehmbar sind.

Motorische Einschränkungen verhindern oder erschweren den Zugriff auf ein Dokument oder den PC über die normale Tastatur. Menschen mit motorischen Einschränkungen nutzen eine Spezialmaus, einen Joystick, die Spracheingabe oder eine Bildschirmtastatur.

Deshalb muss gewährleistet werden, dass eine Website oder eine Anwendung auch per Tastatur oder Signalgeber bedienbar ist. Nicht jedem Menschen ist es möglich, eine Maus zu bedienen – ein Binärsignal jedoch können Menschen mit sehr großen körperlichen Einschränkungen von sich geben - durch Benutzen ihrer Zunge.

Menschen mit kognitiven Einschränkungen haben Schwierigkeiten beim Lernen und Verstehen. Sie brauchen einfache Texte, aber auch eine klare und übersichtliche Gestaltung, bei denen Texte und Bilder nicht ineinander übergehen.

Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau oder auch Menschen, die nur eingeschränkte Deutschkenntnisse haben, hilft es, Inhalte auch in leichter Sprache anzubieten. Die leichte Sprache folgt dabei bestimmten Regeln, zum Beispiel enthält jeder Satz nur eine Sinneinheit.

Bei den meisten Menschen lässt im Alter nicht nur die Sehkraft nach, auch das Hörvermögen ist mitunter getrübt – Wahrnehmung und körperliche Verfassung sind eingeschränkt.

Älteren Menschen helfen häufig schon kleine Veränderungen an einer Website oder Anwendung, damit diese sie gut bedienen können. Mittels einer Möglichkeit zur Vergrößerung von Texten, einer Kontrasterhöhung von Text und Hintergrund oder dem Vorlesenlassen von Inhalten ist älteren Menschen häufig schon geholfen. Es sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass Bedienfläche, beispielsweise Buttons, groß genug sind, damit diese mit der Maus getroffen werden können.

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